Best of Rom – GenussReise-Tour

Eine Kunst-Ausstellung von Erwin Wurm, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, hat mich zu diesem spontanen Städtetrip veranlasst. Also bin ich am 5. November für 4 Tage in die Ewige Stadt geflogen. Keiner wollte zu dieser Jahreszeit mit. Dann eben ganz allein, nur mit Handgepäck, auf in ein neues Abenteuer. Wettertechnisch hätte ich es echt nicht besser erwischen können. Sonnenschein 22 Grad – was will man im November mehr 😉

Auf unserem Blog nehme ich euch mit auf meine GenussReise-Tour und meine Streifzüge durch das historische Stadtzentrum von Rom.

Anreise

Viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom. Ich habe mich für einen Flug entschieden. Denn von München bin ich in nur 1 Stunde und 25 Minuten in Rom. Das vergeht ratz-fatz. So bin ich also um 12:30 Uhr bereits in Rom und hab noch den halben Tage Zeit die Stadt zu erkunden. Perfekt.

Was für ein traumhafter Flug über die verschneiten Alpen. Wow.

Flughafentransfer

Es gibt aber nicht nur viele Wege nach Rom, auch vom Flughafen Fiumicino in die ca. 30 km entfernte Stadt Rom gibt es viele Wege. Am billigsten geht es mit dem Bus für 6 Euro, am schnellsten mit dem Zug in 32 Minuten. Am bequemsten mit einem Taxi direkt zum Hotel zum Festpreis von 48 Euro. Es kommt natürlich auch darauf an wieviele Personen ihr seid.

Ich bin ja diesmal allein unterwegs und habe mich für den Zug entschieden. Nur mit Handgepäck bin ich ganz schnell aus dem Flieger draußen und kann gleich den gelben Wegweisern „Train“ folgen. Vom Terminal 3, an dem ich gelandet bin, echt leicht zu finden.

App Citymapper

Ein liebgewonnener Begleiter auf vielen Städtetouren ist für mich die Citymapper App. Sie ist auch für Rom verfügbar. Einfach Start und Ziel eingeben und schon werden mir alle Routen mit den verschiedensten Transportmitteln, wie Bahn, Bus, Metro, Scooter und zu Fuss vorgeschlagen.

Leonardo Express

In nur 32 Minuten kommst du mit dem Leonardo Express, ohne Zwischenstopp vom Flughafen bis zum Hauptbahnhof Termini. Die Fahrt kostet 14 Euro. Vorab ein Online-Ticket kaufen, welches für 16 Euro angeboten wird, finde ich total unnötig. Der normale Regionalzug ist noch günstiger und du bist wegen ein paar Haltestellen dazwischen nur unwesentlich länger unterwegs. Nimm einfach den ersten Zug der dort abfährt.

Bei mir steht am Bahnsteig schon der Leonardo-Express. Also noch schnell am Automaten das Ticket für 14 Euro kaufen, entwerten und einsteigen. Es sind genügend Automaten vorhanden, das Handling ist echt easy, einfach gleich am Anfang auf die Deutschlandflagge klicken und du wirst auf Deutsch durch das Menü geführt. Bezahlen kannst du mit Maestrokarte, Kreditkarte oder in bar. Preislich hast du keinen Vorteil, wenn du Hin- und Rückfahrt zusammen kaufst. WLAN gibt es im Zug zwar nicht, aber Steckdosen zum Aufladen.

Mittendrin

Ich liebe es, gleich früh morgens zu Fuß los zugehen und die noch leere Stadt zu erobern. Von daher bevorzuge ich natürlich Hotels mittendrin. Diesmal hab ich mich für zwei stylische Stadthotels in unterschiedlichen Vierteln entschieden. Für mich der beste Weg eine Stadt von verschiedenen Seiten kennenzulernen.

Piazza Navona

Piazza Navona war daher für mich der ideale Ausgangspunkt, mittendrin im historischen Zentrum und alles schnell erreichbar, auch bis zu den weitesten Punkten auf meiner Liste, zum Kolosseum und zum Petersplatz, sind es jeweils nur knapp 20 Minuten zu Fuß. Zum Pantheon sind es nur 3 Minuten, zum Trevibrunnen 10 Minuten.

Piazza Navona ist einer der schönsten und bekanntesten Plätze Roms. Gleich drei Brunnen gibt es hier zu bestaunen, wobei einer ziemlich heraussticht.

Der berühmteste Brunnen in der Mitte ist der Vierströmebrunnen von Bernini. Der Fontana dei Quattro Fiumi stellt die vier Flüsse Donau für Europa, Ganges für Asien, Nil für Afrika und Rio della Plata für Amerika dar. Für Dan Browns llluminati-Fans ein Muss 😉

1. Hotel Navona Stay

Der Eingang befindet sich in der Corso del Rinascimento 69 hinter dieser grünen Tür.  Einfach am Hotelschild läuten und hoch in den 1. Stock zur Rezeption.

Es gibt auch Zimmer und Suiten direkt mit herrlichem Blick auf die Piazza Navona, die waren jedoch schon ausgebucht. Mein Zimmer „Basic“ ging auf die andere Straßenseite raus.

Kuschelige 20 Quadratmeter mit Klimaanlage, sehr stylischem Design-Bad mit schwarzen Wänden, kleinem Kühlschrank gefüllt mit kostenlosem Mineralwasser, Flat-TV und Safe. Nur etwas hellhörig.

In vielen Stadthotels in Rom wird selbst kein Frühstück angeboten, oft erhält man einfach einen Voucher für ein römisches Frühstück bestehend aus einem Espresso und einem Cornetto für das nächste Cafe um die Ecke.

Frühstück

Da das Navona Stay gar kein Frühstück anbietet, bin ich einfach früh los und hab mir unterwegs was gesucht. Für dieses leckere Frühstück an der Bar eines kleinen Cafés hab ich z.B. 1,80 Euro bezahlt.

Zuerst an der Kasse bezahlen und dann mit dem Kassenzettel direkt an der Bar bestellen. In Rom bestellt man keinen Espresso, sondern einen Caffe, Betonung liegt auf dem Ä! Im Stehen an der Bar kostet dieser Espresso zwischen 0,80 und 1,30 Euro, je nach Lage. Eine Münze als Trinkgeld dazu legen und alles ist gut.

Wenn ihr lieber am Tisch sitzt kann die Tasse gleich mal 3 Euro kosten. Für die verführerischen Croissants, teilweise lecker gefüllt, habe ich im Stehen zwischen 1 und 2 Euro gezahlt.

Zu Fuss unterwegs in Rom

Die grobe Richtung auf dem Stadtplan oder in der App checken und dann einfach treiben lassen. Mit offenen Augen entdeckt man an jeder Ecke etwas, vor allem in den Seitengassen.

Als Tipp hab ich überall gelesen, nicht direkt an den Haupt-Sightseeingpunkten die Restaurants besuchen, lieber zwei Seitenstrassen weiter gehen und nach was Passendem suchen. Die Preise sind günstiger und die Qualität besser.

Gerne einfach auch mal in die Innenhöfe spähen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Oasen der Ruhe.

Bus und Metro in Rom

Der öffentliche Nahverkehr ist echt easy in Rom. Mit einem Ticket für 1,50 Euro kannst du nach dem Entwerten ganze 100 Minuten mit dem Bus fahren, zwischen den Linien umsteigen und auch 1x die Metro benutzen. Das hab ich dann gerne genutzt wenn ich schnell irgendwo hin wollte.

Auf den Schildern an den Bushaltestellen sind alle Busnummern, die hier halten und alle weiteren Haltestellen aufgeführt. Die Orientierung fällt so ganz leicht.

Die Tickets für Bus und Metro entweder am Automaten kaufen oder in einem der vielen Tabacchi-Läden. Auch hier am Automaten bei Bedarf einfach auf Deutsch durchs Menü führen lassen.

Pantheon

Eines der besten erhaltenen Bauwerke der römischen Antike ist das Pantheon. Gemessen am Innendurchmesser die größte Kuppel der Welt. Da kann sogar die Kuppel im Petersdom nicht mithalten.

Das neun Meter große Loch in der Kuppelmitte ist neben dem Eingangsportal die einzige Lichtquelle im Innenraum. Ja, es regnet wirklich durch die Öffnung. Es sind jedoch im Boden Löcher, so dass sich keine Pfützen bilden, sondern das Wasser schnell abfließen kann.

Der Eintritt ist kostenlos. Aktuell bilden sich jedoch lange Schlangen, weil jeder Besucher seinen Green-Pass vorzeigen muss. Samstag und Sonntag benötigt man aktuell zusätzlich eine Onlineregistrierung mit einem Timeslot. Auch das ist kostenlos hier direkt auf der offiziellen Seite.

Anstehen muss man aber trotzdem, aber es geht ganz schnell. Ich habe nur ca. 15 Minuten gewartet. Also kauft euch nicht für 8 Euro irgendein Online-Ticket für einen Audioguide – ist unnötig.

Kultlokal Dar Filettaro a Santa Barbara

Auf dem Largo dei Librai 88, befindet sich eine Institution der römischen Imbisskultur. Ich liebe traditionsreiche Lokale und suche im Vorfeld meiner Reisen immer nach solchen Besonderheiten einer Stadt. Und bei diesen Recherchen bin ich auf den Filetti di Baccalá gestossen.

Das Lokal „Dar Filettaro a Santa Barbara“ ist berühmt für den besten Backfisch weit und breit. Eine Portion gebratenes Kabeljaufilets kostet aktuell 5,60 Euro. Zum Mitnehmen geht man einfach durch das ganze Lokal bis hinter zur Küche und holt sich dort seinen frisch in Pflanzenöl gebackenen Fisch persönlich ab und zahlt dann an der Kasse. Super urig und mega lecker.

Heiße Maronen

So hab ich mich durch die Stadt geschlemmt. Hier ein Backfisch, danach noch einen Tüte Maroni. 10 Stück für 5 Euro

Bestes Tiramisu in Rom

Und dann ist mir auch noch das Two Sizes in der Via del Governo Vecchio 88 über den Weg gelaufen. Davon habe ich im Vorfeld auch schon auf TripAdvisor gelesen.

Die folgenden Tage habe ich hier immer einen Zwischenstopp eingelegt und wieder eine neue Sorte probiert. Mmmmhhh.

Kaffeerösterei Emporio Sant Eustachio

Rund um das Pantheon findet ihr gleich drei Standorte dieser Kaffeerösterei
Piazza di S. Eustachio 82 oder Piazza delle Cinque Lune 74 oder Via della Maddalena 36

Hier kostet der Caffe am Tresen 1,20 Euro. Aber schauen diese süßen Teilchen nicht verführerisch aus. Also mein GenussTipp für ein kleines Päuschen oder ein Frühstück.

Schaut auch bei Tazza d’Oro in der Via degli Orfani 84 vorbei. Dann habt ihr beide Genuss-Tempel für Kaffeeliebhaber besucht.

Am Tiber entlang

Eine gute Orientierungshilfe ist auch der Tiber. Sofort denke ich an die Szene in der Daniel Craig in seinem Aston Martin für den James Bond Film Spectre nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Rom das Auto im Tiber versenkt.

Engelsburg

Der Fahrradweg führt direkt am Tiber entlang und zeigt nochmal eine ganz andere Seite von Rom und tolle Perspektiven auf die vielen Brücken.

Diesen Blick von der Brücke auf die Engelsburg habe ich mir auch mehrmals gegönnt. Abends bei Beleuchtung, früh morgens fast allein und mittags im Trubel. Iluminati-Erinnerungen werden wach.

Vatikan – Petersdom

Mein erster Weg nach der Ankunft in Rom hat mich gleich zum Vatikan geführt. Von Weitem sieht man schon die vertraute Kuppel vom Petersdom. Und genau da hinauf soll es heute noch gehen.

Wie vor allen Sehenswürdigkeiten in Rom stehen auch am Petersdom Militärfahrzeuge und Polizeiwägen. Zu keiner Zeit hab ich mich bei meinem Singletrip unwohl gefühlt.

Kuppelbesteigung

Der gut ausgeschilderte Eingang zum Kuppelaufstieg liegt auf der rechten Seite des Petersdoms über dem Besucherzentrum. Also zuerst hoch und danach in den Petersdom rein.

Ich stell mich also rechts vom Petersdom in die Reihe für die Sicherheitskontrolle. Trotz vieler Touristen geht es auch hier recht flott. Empfohlen wird ein Besuch morgens oder spät nachmittags. Der Eintritt ist kostenlos. Auch in Corona-Zeiten benötigt ihr keine Online-Registrierung oder ähnliches. Der Green-Pass und eine Maske reicht.

Um die Kuppel zu besichtigen, könnt ihr, wie ich, für den ersten Teil den Aufzug nehmen. Diese Variante kostet aktuell 10 Euro. Ohne Aufzug steigt ihr zu den 320 Stufen zusätzliche 231 Stufen hoch und zahlt 8 Euro.

Empfehlen würde ich den Aufzug, es wird noch anstrengend genug. Ihr verpasst auf dem ersten Treppenabschnitt auch wirklich nichts. Beim Abstieg habe ich die Treppen genommen und später bereut.

Dann treffen sich die beiden Wege wieder und ihr könnt von ganz oben über der großen Schrift auf dem Foto durch ein Gitter in den Petersdom hineinsehen. Trotz Höhenangst war das für mich gar kein Problem, es waren aber auch nur wenige Touristen mit mir unterwegs nach oben.

Interessant wird der Aufstieg in die Kuppel erst ab hier. 320 Stufen müssen jetzt noch alle erklimmen. Ich habe den Aufstieg echt unterschätzt, es war mit Maske anstrengender als gedacht.

Die Treppen werden auch immer enger und schiefer und hören gefühlt einfach nicht mehr auf. Legt ruhig eine Verschnaufspause ein, wenn nicht gerade Menschenmassen hinter euch ebensfalls nach oben steigen.

Diese Aussicht entlohnt jedoch für alle Strapazen und die Treppen sind schnell vergessen. Einfach wow dieser 360 Grad-Ausblick.

Die andere Seite bietet auch wunderbare Einblicke in die vatikanischen Gärten.

Eine Etage tiefer kannst du noch auf dem Dach bis fast bis ganz vorne zu den Heiligen-Figuren gehen.

Die Figuren sind echt riesig.

Dann geht es auch schon wieder über die vielen engen Treppen nach unten.

Am Ende dieser Treppen habt ihr wieder die Wahl, Aufzug oder den letzten Abschnitt über die Treppen.

Petersdom

Die Größe ist wirklich beeindruckend. Sucht doch auf dem Boden mal die Markierung die angibt wie weit der Kölner Dom gehen würde. Ihr werdet staunen.

Denn mit ihren Maßen von etwa 211m in der Länge, 187m in der Breite und 132m in der Höhe ist die Basilika mehr als doppelt so groß wie der Kölner Dom.

Angels Unawares – Skulptur auf dem Petersplatz

GenussReise.blog in Rom

Dargestellt ist eine Gruppe von Migranten und Flüchtlingen aus unterschiedlichen Ländern, Religionen und Zeiten. Aus der Mitte der dicht gedrängten Menschenmenge erheben sich Engelsflügel, die die Gegenwart des Heiligen unter den Flüchtenden andeuten soll.

GenussReise.blog in Rom

Kommen da bei euch nicht auch gleich Erinnerungen an den Illuminati-Film auf?

Früh morgens noch leer. Aber auch am Abend durch die Beleuchtung ein Eyecatcher. Und natürlich immer ein Hingucker die Schweizer Garde.

Deutscher Friedhof im Vatikan

Der Vatikan wird an allen Zugängen von der Schweizer Garde bewacht. Dennoch gibt es für deutschsprachige Personen eine Möglichkeit zumindest ein kleines Stück mehr kostenlos zu besichtigen.

Einfach auf deutsch bei der Schweizer Garde nach dem Zugang zum Deutschen Friedhof fragen. Und schon könnt ihr nach der Sicherheitskontrolle an der Wache und der Polizei vorbei zum Eingang gehen und diesen wunderbaren Ort der Ruhe besichtigen.

Trevi Brunnen

Der Trevi-Brunnen, italienisch Fontana di Trevi, ist der bekannteste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter Breite auch der größte Brunnen Roms.

Das Geld, das in den Trevi-Brunnen geworfen wird, und das ist wirklich viel, wird für wohltätige Zwecke und für die Instandhaltung verwendet. Allein 2018 kamen laut „Catholic News Service“ über 1,5 Millionen Euro zusammen. Täglich über 4.000 Euro – wow.

Ich habe natürlich auch eine Münze reingeworfen. Ich will ja wieder kommen. Nur bei der Art, wie man die Münze werfen soll, habe ich verschiedene Varianten im Netz gefunden. Mit dem Rücken zum Brunnen stehend und mit geschlossenen Augen die Münze in die rechte Hand nehmen und über die linke Schulter werfen. Oder doch lieber über die rechte Schulter. Wer weiss es?

Gelati – die besten Eisdielen Roms

Il Gelato di San Crispino, Via della Panetteria 42

Dieser unscheinbare Laden, etwas versteckt in einer Seitengasse beim Trevibrunnen, zählt zu den besten Eisdielen von Rom. Den Tipp habe ich von Annett, Deutsche Römerin, erhalten.

Hier wird das Eis noch traditionell aus verschlossenen Kühlboxen in den Becher gestrichen. Die Preise sind entsprechend hoch. Die Auswahl ist riesig, es gibt keine Waffeln, nur Becher. Die kleinste Portion im Mini-Becher kostet 2,70 Euro

Gelateria & Pasticceria Don Nino

5 Euro habe ich hier für diese Mega-Portion Pistazieneis im stylischen Laden gleich ums Eck beim Trevibrunnen bezahlt.

RINASCENTE – das römische KaDeWe

Auf dem Weg vom Trevi-Brunnen zur Spanischen Treppe solltet ihr auch noch einen Zwischenstopp in der Via del Tritone, 61 einlegen und durch das römische KaDeWe schlendern. Im Untergeschoss sind Reste eines Aquäduktes zu besichtigen. Im obersten Stockwerk Feinkost und eine Rooftop-Bar. Dazwischen alle bekannten Edel-Marken.

Spanische Treppe

Korrekt auf italienisch Scalinata di Trinità dei Monti, der deutsche Name ist von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna abgeleitet.

Nach einer kostenintensiven Grundreinigung ist seit Sommer 2019 das beliebte Sitzen und Verweilen oder gar Picknicken auf den 136 Stufen untersagt.

Wenn ein Tourist die Regel nicht beachtet, hört man die Trillerpfeife der Polizei, die auch diesen Platz samt Treppe bewacht.

Früh morgens hatte ich noch Glück, es war noch keine Polizei vor Ort 😉

Via Veneto Contemporary

Der Hauptgrund meiner Reise nach Rom war die öffentliche Ausstellung des österreichischen Künstlers Erwin Wurm. Entlang der legendären Via Veneto stellt er gleich 14 seiner Skulpturen im Rahmen der Via Veneto Contemporary aus. Da musste ich einfach hin.

Darunter auch die einzigartige Big Mutter, die riesige orange Wärmflasche, die auch schon in Wien vor dem Stephansdom stand. Dort sollte sie während der Fastenzeit die Besucher anregen, „über Akte und Handlungen der wärmenden Nächstenliebe nachzudenken“. Bilder von den anderen Skulpturen ganz am Ende 😉

Um der Via Veneto möglichst nah zu sein, hab ich mich für ein stylisches Hotel zwischen dem Hauptbahnhof Termini und der Villa Borghese entschieden.

Sonnig und 22 Grad – nicht zu glauben, dass ich wirklich im November in Rom bin. Spät nachmittags hat es zwar etwas geregnet, aber tagsüber war herrlicher Sonnenschein.

2. Hotel: The Radical Hotel Roma

In der Via Umbria 7 findet ihr das Designhotel

Zwischen diesen beiden Türen liegt auch noch ein nostalgischer Aufzug. Herrlich alt aber voll funktionsfähig. Den musste ich natürlich gleich ausprobieren, denn die Rezeption liegt im 2. Stock.

In dieser Umgebung fühlt man sich sofort heimisch. Ein ganz besonderes Boutique-Hotel mit nur 9 Zimmern in verschiedenen Größen.

Gebucht hatte ich ein „One“, wurde jedoch zu meiner Freude in ein „Root“-Zimmer upgegradet.

Alles da: super bequemes Bett, Fernseher, Safe, Minibar, Klimaanlage, WLAN und zusätzlicher Lärmschutz – top

Super gefallen hat mir auch die Idee, dass das Frühstück aufs Zimmer serviert wird. Also einfach am Vortag aus der umfangreichen Liste sein Lieblingsfrühstück zusammenstellen.

Zum vereinbarten Zeitpunkt zwischen 7:30 und 10:00 Uhr klopft es dann an der Tür und der gedeckte Tisch wird hereingefahren. Sehr cool und super lecker.

Vale GELATO

Auf dem Weg zum „Schreibmaschine“ habe ich dieses stylische Cafe entdeckt und mich sofort von den gefüllten Cornetti verführen lassen. Corso Vittorio Emanuele II, 37

Es zählt auch zu den beliebtesten Eisdielen in Rom.

Von fast überall sichtbar und daher ein idealer Orientierungspunkt in Rom ist das

Monumento Vittorio Emanuele II

Das Vittoriano ist ein Nationalmonument zu Ehren von Vittorio Emanuele II, dem ersten König von Italien. Es wird Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II. oder auch Altare della Patria (Altar des Vaterlands) genannt. Oft aber auch neckisch „Schreibmaschine“ oder „Hochzeitstorte“

Hinten links erkennt ihr schon das Kolloseum. Also weiter Richtung Augustusforum

Foro di Augusto – Augustusforum mit Trajansäule

Halbmarathon Rom

Ein besonderes Erlebnis beim Start dabei zu sein. Klar waren einige Straßen gesperrt, aber die Touristenströme wurden gut gelenkt.

Auch sonst gab es unterwegs immer viel zu entdecken. Einfach die Augen offen halten.

Kolosseum

Das Kolosseum ist heute das Wahrzeichen Roms und wurde mit der Zeit zu einem historischen und archäologischen Schatz, der in der Lage ist, uns die Größe des Römischen Reiches in Erinnerung zu rufen.

Mit 6 Millionen Besuchern pro Jahr ist es zudem das meistbesuchte Monument Italiens. Hier werde ich bei meinem nächsten Besuch eine Führung mit der Deutschen Römerin buchen. Dann spare ich mir auch das Anstehen 😉

Gegenüber vom Kolosseum habe ich mir erst einen Caffe im Caffe Roma und später noch einen Aperol Spritz für 8 Euro im La Biga Ristoracaffé Wine Food gegönnt. Lage, Lage, Lage 😉

Oberhalb der Metro-Station Colosseo und auf der kleinen Brücke habt ihr den besten Fotopoint. Es macht einfach Spaß dem ganzen Trubel zuzusehen.

Nasone – Trinkwasser-Brunnen

In Rom könnt ihr einen ganz besonderen Luxus genießen: kostenloses Trinkwasser in allerbester Qualität quasi überall in der Stadt. Diese kleinen Brunnen werden wegen ihrer Form liebevoll „Nasone“ genannt, was so viel wie „große Nasen“ bedeutet.

Am Kolosseum ist sogar eine kostenlose Zapfsäule für Trinkwasser mit Kohlensäure. Also Trinkflasche einpacken und immer wieder auffüllen.

Direkt neben dem Kolosseum steht auch der Triumphbogen – Konstantinsbogen

Die Deutsche Römerin

Ihr wollt eine außergewöhnliche Stadtführung erleben dann seid ihr bei Annett und ihrem Team der Deutschen Römerin richtig. Wir kennen uns schon seit über 6 Jahren. Endlich hat es mit einem Live-Treffen geklappt. Wir haben uns auf einen Apero und Bruchetta in der Nähe vom Kolosseum im Divin Ostilia, Via Ostilia 4 getroffen.

Kurzerhand wurde für uns einfach ein weiterer Tisch draußen auf dem Gehsteig aufgestellt. Herrlich unkompliziert.

Kolosseum by night

Domus Aurea

Gleich gegenüber vom Kolosseum in der Via della Domus Aurea, 1 findet ihr die sehenswerten Ausgrabungsstätten vom sagenumwobenen Goldenen Haus von Kaiser Nero. Die Domus Aurea war einst eine riesige Palastanlage mit eigenem See.

Zufällig bereitet gerade unsere Tochter für die Schule ein Referat genau über dieses Goldene Haus von Nero vor. Besser hätte es also nicht passen können. Ein besonderes Erlebnis, eine Führung mitten durch eine echte archäologische Ausgrabung. Gezeigt werden die verschiedenen Phasen der Wiederherstellung und Restaurierung. Die Videoprojektion mit der VR-Brille gibt es aktuell leider nicht.

Nur am Freitag, Samstag und Sonntag werden spezielle Führungen für bis zu 25 Personen durch das ganze Areal auf englisch und italienisch angeboten. Die Tickets dafür gibt es nur online.

Santa Maria Maggiore

Die Santa Maria Maggiore ist eine der 4 Papstbasiliken und eine der 7 Pilgerkirchen in Rom. Sie kann nach einem kurzen Sicherheitscheck kostenlos besucht werden.

Piazza di Santa Maria Maggiore – erinnert mich irgendwie an Venedig.

Pasticceria Regoli

Ebenfalls eine Institution in Rom, wenn es um traditionelle römischen Pasticcerie geht.
Regoli in der Via dello Statuto 60

Hier wollte ich das berühmte „Maritozzo con la Panna“ probieren, DAS traditionelle römische Frühstück. Mit Sahne gefüllte Hefeteigbrötchen – leider waren sie schon ausverkauft. Aber ich habe süßen Ersatz gefunden 😉

Piazza del Popollo

Ein weiterer berühmter Platz ist der Piazza del Popolo. In der Mitte des ovalen Platzes prangt ein mächtiger 24 Meter hoher ägyptischer Obelisk. Vier ägyptischen Löwen zieren den Brunnen.

Dieser weitläufige Platz war seit der Antike der Platz, an dem der Besucher Rom betrat, wenn er von Norden in die Stadt reiste. Imposant auch das Stadttor der Aurelianischen Mauer, die Porta del Popolo.

Wunderschön sind die beiden fast identischen Barockkirchen Santa Maria dei Miracoli und Santa Maria in Montesanto. Sie stehen einander gegenüber und werden von der Via del Corso getrennt.

Chigi Kapelle

Hier wandern wir wieder auf den Spuren von Robert Langdon. „Ein Licht über einer Pyramide“, ein Zeichen der Illuminati. Doch auch hier fantasiert Dan Brown ein wenig: Die Pyramide ist das Familienwappen von Fabio Chigi, welcher 1655 zum Papst gewählt wurde.

Und auch das Dämonenloch aus dem Film existiert leider nicht wirklich, es gibt nur das runde Mosaik auf dem Boden.

Über diesen Automaten habe ich mich auch amüsiert. Erst wenn, ich glaube, 2 Euro eingeworfen werden, werden die beiden bedeutenden Kunstwerke von Caravaggio in der Cerasi-Kapelle „Bekehrung des Paulus“ und die „Kreuzigung des Petri“ für ein paar Minuten beleuchet.

Aussichtspunkt Pincio

Der berühmte Piazza del Popolo, der Platz des Volkes, ist vom Hügel Pincio besonders gut zu sehen. Einfach ein paar Stufen nach oben und die Aussicht über Rom genießen.

Park der Villa Borghese

Ein paar Schritte durch den größten öffentlichen Park und du kommst zur Wasseruhr. Es heißt, diese große hölzerne Wasseruhr sei in der Pariser Weltausstellung 1867 bewundert worden. Danach kam der „orologio del Pincio“ in den Garten der Villa Borghese.

Caffe geht immer. Also kurzer Zwischenstopp im la casina dell’orologio mit Annett.

Erwin Wurm

Zum Abschluss hier noch die Skulpturen von Erwin Wurm – der eigentliche Grund meiner Reise.

Arrivederci

Am letzten Tag hat es nachmittags geschüttet wie aus Kübeln. So fiel mir der Abschied von Rom etwas leichter 😉 Zum Flughafen zurück ging es wieder bequem und schnell mit dem Leonardo Express ab Termini. Sogar das Handy konnte ich im Zug noch aufladen. Perfekt.


Ich komme wieder, keine Frage. Dann werden die Vatikanischen Museen inkl. Sixtinische Kapelle und das Kolosseum von Innen im Rahmen einer Führung besichtigt.

Was hat euch an Rom besonders gefallen? Welche Genusstempel oder welche Lieblingsplätze muss ich unbedingt nächstes Mal noch aufsuchen? Gerne her mit euren Tipps.

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