Von der Wüste bis in den Regenwald, vom Pazifik bis zu den Anden:
Drei Wochen lang erkundeten wir die schönsten Seiten Perus – mit allen Sinnen. Eine Reise voller Genuss, Abenteuer und zahlreichen, unvergesslichen Highlights – Machu Picchu war uns erst auf den zweiten Versuch vergönnt. Aber dazu später mehr.

Gemeinsam mit meinem Bruder Stefan bin ich diesmal auf Reise. Wir haben uns für Peru entschieden, weil es kulinarisch so viel zu bieten hat. Einige der weltbesten Restaurants befinden sind in Peru bzw. in der Hauptstadt Lima.

Am Ende der Reise, sozusagen als Sahnehäubchen, waren wir im Restaurant KJOLLE, aktuell Platz 9 der Weltrangliste.
Ceviche, Pisco Sour, unzählige Sorten Mais und Kartoffel




Peru hat, neben dem Essen, aber noch viel mehr zu bieten. Das Land hat gleich drei Klimazonen und bietet so ein breites Spektrum an Eindrücken. Von Wüste, über die Anden mit über 5.000 m, Amazonas-Regenwald, Inka-Geheimnisse, Vulkane, einen der tiefsten Canyons der Welt, den größten und höchsten befahrbaren See und natürlich eines der sieben Weltwunder: Machu Pichu.
Begleitet uns auf die Best of Peru-Tour!

Peru – ein Land, das mit jedem Kilometer ein neues Gesicht zeigt. Kaum ein Land ist so vielfältig, spannend und genussreich. Drei Wochen waren wir unterwegs – und jede Station war ein Höhepunkt für sich.
Reiseplanung & Tipps für Peru
Unsere Reise begann in München mit einem Flug über Madrid nach Lima mit Air Europa – eine Verbindung mit guten Flugzeiten für knapp 1.000 Euro im September 2025. Allerdings würden wir beim nächsten Mal lieber etwas mehr bezahlen und mit KLM über Amsterdam nach Peru fliegen. Unser Flieger war bis auf den letzten Platz ausgebucht und ziemlich eng, die Flüge über Amsterdam waren dagegen zur selben Zeit nur zur Hälfte besetzt. Unser Plan, einen Sitz zwischen uns beim Check-In frei zu lassen, ging leider nicht auf.
Ankunft in der Hauptstadt Lima
Früh am Morgen landeten wir am neuen internationalen Flughafen Jorge Chávez von Lima, wo uns bereits unser freundlicher Fahrer von Taxidatum mit einem Schild und einem Lächeln erwartete. Nach der langen Reise war das die perfekte Organisation! Fahrten mit Taxidatum in Lima, von und zum Flughafen zum Fixpreis von 20 USD und rum rum Cusco und das Heilige Tal können online ganz einfach gebucht werden, die weitere Kommunikation läuft dann über WhatsApp. Unsere Fahrer waren super zuverlässig und ihre Autos top gepflegt. Leider sind sie noch nicht in Arequipa tätig.



Direkt vom Flughafen brachte er uns zum Busterminal von Cruz del Sur, dem komfortabelsten Fernbusanbieter des Landes. Von dort ging es auf der legendären Panamericana Sur entlang der Pazifikküste – vorbei an Sanddünen, Wüstenlandschaften und kleinen Küstenorten – bis nach Paracas und weiter in die Wüste von Ica. Der perfekte Auftakt für unsere große Peru-Rundreise.
Ein erster Stopp lohnt sich in Paracas, bekannt für sein Nationalreservat mit spektakulären Küstenlandschaften, Seelöwen und Pinguinen, sowie der Ausgangspunkt zu den Ballestas-Inseln, den „Galápagos-Inseln der Armen“.
Reisetipps für Peru
Beste Reisezeit:
Die ideale Zeit für eine Rundreise durch Peru ist Mai bis Oktober, wenn es im Hochland trocken und sonnig ist. Im Amazonasgebiet herrscht ganzjährig tropisches Klima – Regen gehört dort einfach dazu. Empfehlen können wir den September, am Ende der Hochsaison.
Höhenanpassung:
Ein wichtiger Tipp: Langsam an die Höhe gewöhnen! Viele Orte – etwa Arequipa, der Colca Canyon oder der Titicakasee – liegen über 2.000 bis 3.800 Metern. Deshalb starteten wir bewusst auf Meereshöhe in Lima und arbeiteten uns Schritt für Schritt in die Höhe vor.
Mach nicht den Fehler und flieg gleich von Lima an der Pazifikküste weiter nach Cusco im Hochland der Anden, was auf ca. 3.400 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Höhenanpassung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Sprache & Währung:
Gesprochen wird Spanisch, in den Anden zusätzlich Quechua oder Aymara. Englisch versteht man in touristischen Regionen meist gut. Gezahlt wird mit dem Peruanischen Sol (PEN) – Kreditkarten werden in Hotels und Restaurants fast überall akzeptiert, auf Märkten oder in kleinen Dörfern empfiehlt sich Bargeld. Für die Toiletten solltest du immer 1-2 Soles in Münzen parat haben.
Transport & Infrastruktur:
Peru ist groß, aber erstaunlich gut vernetzt. Für lange Strecken sind Inlandsflüge (z. B. Lima–Arequipa–Cusco–Puerto Maldonado) praktisch. Züge – etwa die luxuriösen Verbindungen von PeruRail – sind ein Erlebnis für sich.


In Städten sind Taxis oder organisierte Transfers empfehlenswert; Touristenbusse wie Cruz del Sur sind mit ihren 140 bzw. 160 Grad Sitzen komfortabel, günstig und die Sitze online auswählbar. Wir haben, wenn möglich, gerne die erste Reihe im Obergeschoss gebucht und können das sehr empfehlen.
Interessant ist evtl. auch das Angebot von Peru-Hop, allerdings lässt sich hier nur die Strecke online buchen, nicht jedoch die einzelnen Sitze. Die beliebten 140 Grad Sitze gibt es jedoch nur unten, daher ist hier der Run beim Einsteigen nach diesen bequemen Sitzen recht groß.
Klimazonen & Packtipps:
Peru hat gleich drei Klimazonen:
- Küste: mild bis warm, trocken (z. B. Lima, Ica)
- Hochland: sonnig am Tag, kühl in der Nacht (Arequipa, Cusco, Titicakasee)
- Regenwald: heiß, feucht, tropisch (Amazonasgebiet)
Wer alles erleben möchte, sollte sich auf Temperaturunterschiede zwischen 10 °C und 35 °C einstellen – und dementsprechend Schichten, Sonnen- und Regenschutz einpacken.
Praktische Reisetipps – Auf einen Blick
Flugdauer: ca. 15 Stunden (München – Madrid – Lima)
Zeitzone: MEZ – 7 Stunden
Einreise: Für deutsche Staatsbürger bis 90 Tage visumfrei, Reisepass muss bei Einreise noch mind. 6 Monate gültig sein
Steckdosen: 220 V / 60 Hz – Adapter für US-Flachstecker (Typ A/B) empfehlenswert
Internet: In Städten gutes WLAN, in ländlichen Regionen eingeschränkt; eSim von Airalo – z.B. 5 GB für 15 Euro – mit unserem Gutscheincode CAROLI59644 sparst du dir 3 Euro oder lokale SIM-Karte (z. B. Claro, Tarif Prepagado 40 mit 20 GB für 40 Soles = 9,90 Euro ) lohnt sich.



Zahlung: Kreditkarten (Visa/MasterCard) weit verbreitet; Geldautomaten in allen Städten verfügbar, ohne zusätzliche Gebühren abheben kannst du an den MultiRed ATM der Banco de la Nacion.
Gesundheit: Keine Pflichtimpfungen; empfohlen sind Standardimpfungen und Gelbfieber für den Amazonas, Spray von NOBITE für Haut und Kleidung als bestem Moskitoschutz.
Sicherheit: Peru gilt als sicheres Reiseland – in Großstädten auf Taschendiebe achten, Wertvolles nicht offen tragen. Wir haben uns auf der gesamten Reise nicht unsicher gefüllt.

Die Bollsen Life+ Ohrstöpsel sind meine Helden der Nacht – perfekt, wenn dein Reisebuddy das Schnarch-Orchester eröffnet. Klein, super bequem und in der praktischen Aufbewahrungsbox immer griffbereit. Ohne sie? Auf dieser Reise wäre an ruhige Nächte nicht zu denken!
Bollsen Life+ Ohrstöpsel.
Die perfekte Reiseroute durch Peru
Wir waren insgesamt 23 Nächte in Peru und hier unsere Route, die ich sehr empfehle:
Mit Air Europe von München über Madrid nach Lima,
(das nächste Mal würde ich von München über Amsterdam mit KLM nach Lima fliegen und hoffen, dass der Flug nicht so voll und eng ist, wie der mit AirEurope)
gleich weiter mit dem Bus von Cruz del Sur nach Ica für 1 Nacht
mit dem Bus nach Nazca, Flug über die Nazca Linien
mit dem Nachtbus weiter nach Arequipa (3 Nächte)
mit dem Bus in den Colca Canyon (2 Nächte)
mit dem Bus nach Puno (1 Nacht)
mit Taxi und Boot auf die Schilfinseln, (2 Nächte bei den Uros)
eine weitere Nacht in Puno, da der Titikaca Train schon früh morgens nach Cusco geht
Cusco (1. Nacht geplant um die Zug früh morgens zu erreichen – kam dann aber anders)
mit dem Taxi nach Ollantaytambo (2 Nächte)
mit dem Taxi nach Urubamba (2 Nächte)
mit dem Zug von PeruRail nach Aguas Calientes (1 Nacht) + Machu Picchu
mit dem Zug nach Cusco (2 Nächte)
mit LATAM Airline nach Puerto Maldonado in den Amazonas (3 Nächte)
mit LATAM Airline 1 Nacht Lima (1 Nacht)
Mit Air Europa von Lima über Madrid nach München
Wer mehr als drei Wochen für eine Peru-Reise Zeit hat, dem würde ich empfehlen eine Nacht in Paracas einzuplanen um die Ballestas-Inseln zu erkunden, eine weitere Nacht in Cusco, um den Regenbogenberg und das Red Valley zu besuchen und am Ende evtl. eine weitere Nacht um in der Hauptstadt Lima das Stadtviertel Miraflores zu besichtigen, bekannt für seine Küstenpromenade und Parks. Ich hätte mir z.B. noch gerne die Paddington-Bär-Figur in Lima im Parque Salazar in Miraflores angeschaut.
Hier unsere Reiseroute mit ein paar Impressionen, Tipps, Empfehlungen zu Restaurants, Hotels und Touren.
Nach unserer Landung in Lima, am neuen internationale Flughafen Jorge Chávez, um 04:20 Uhr morgens, geht es nach einem ersten Frühstück um 06:45 Uhr mit dem online gebuchten Fahrdienst TAXIDATUM für 20 USD direkt zum Busterminal von Cruz del Sur am Javier Prado – Avenida Javier Prado Este 1109, La Victoria 15034, Peru. Mit dem online gebuchten Bus von Cruz del Sur fahren wir von Lima über Paracas nach Ica. Die Fahrt im Doppeldeckerbus mit 140 Grad Sitzen kostet 70 Soles = 17.50 Euro. Online kannst du dir deine Plätze reservieren. Wir hatten die 1. Reihe oben gewählt.
Ica & Huacachina – Wüstenoase mit Adrenalinkick
Gut 5 Stunden südlich von Lima: goldene Dünen, soweit das Auge reicht. Die Oase Huacachina schimmerte in der Nachmittagssonne wie ein Traum aus 1001 Nacht.





Unser persönliches Highlight: eine wilde Buggytour durch die Wüste – und danach Sandboarding mit spektakulärem Blick auf den Sonnenuntergang. Gebucht vor Ort für 60 Soles, ca. 14,50 Euro inkl. Transfer über unser Hotel, Upcycled Hotel Huacachina Ica


Der kulinarische Start in unsere GenussReise
Lt. unserer Gastgeberin gibt es das beste peruanische Ceviche der Stadt Ica im Restaurant Lagunilla. Dazu haben wir uns standesgemäß den ersten Pisco-Sour gegönnt.



Weiter gehts am nächsten Tag, wieder mit dem Bus von Cruz del Sur, 2 Stunden nach Nazca.
Flug über die Nazca-Linien – Geheimnisse der Wüste
Die Nasza-Linien sind eines der rätselhaftesten Wahrzeichen Perus: riesige Figuren von Tieren, Menschen und geometrischen Formen, die sich über die karge Wüstenlandschaft erstrecken.
In einer Cessna mit 2 Piloten und max. 6 Passagieren geht es dabei in einer Höhe zwischen 200 und 350 Meter über die Linien. Die Figuren werden dabei einmal schräg für die rechte Sitzreihe angeflogen und dann für die linke Reihe. Schlecht ist uns dabei zwar nicht geworden, aber länger als 30 Minuten brauchte so ein Schaukelflug für uns auch nicht dauern. Gebucht über unser Hotel in Nasza für 80 USD pro Person. Die Flughafensteuer von 30 Soles und eine Touristensteuer von 47 Soles = 77 Soles sind zusätzlich pro Person am Flughafen zu zahlen.


Für die Wartezeit bis der Nachtbus um 22:30 Uhr abfährt, haben wir uns ein kleines Hotel mit Pool für 17 Euro pro Zimmer gegönnt, geduscht, was gegessen und einfach relaxt, anstatt mit unserem vollen Gepäck durch die Stadt zu tingeln und die Zeit in Restaurants abzusitzen. Das war echt eine sehr gute Entscheidung, kann ich nur empfehlen. Mit dem Nachtbus von Cruz del Sur geht’s auf der Panamericana für gut 10 Stunden weiter von Nazca nach Arequipa.
Arequipa – Weiße Stadt am Fuße der Vulkane

In Arequipa fühlten wir uns sofort zuhause. Die Stadt aus hellem Sillar-Gestein, eingerahmt von schneebedeckten Vulkanen, verströmt kolonialen Charme und moderne Lebensfreude.

Unser Aufenthalt (3 Nächte) im Palla Boutique Hotel war ein Traum: Rooftop-Blick auf den Misti, bestes Frühstück, ruhig und doch mitten drin im Geschehen. Da es uns in der weißen Stadt so gefallen hat, gibt es zu Arequipa einen weiteren Beitrag mit unseren Restaurantempfehlungen.
Colca Canyon – Wo die Kondore fliegen
Die Fahrt in den Colca Canyon gehört zu den eindrucksvollsten Panoramarouten Südamerikas. Es geht zudem über einen Pass mit 4.910 Meter. Der Colca Canyon selbst liegt auf 3.600–4.000 m, er ist einer der tiefsten Canyons der Welt, doppelt so tief wie der Grand Canyon.
Mit Andalucia oder Nativa Express kommst du mehrmals täglich mit dem Bus nach Chivay im Colca-Tal (35 Soles = ca. 9 Euro). Die Fahrt dauert ca. 4 Stunden. Wenn du weiter bis nach Cabanaconde fährst, sichere dir einen rechten Fensterplatz für die schöne Aussicht auf den Colca Canyon. Unser Bus von Andalucia hat uns ca. 10 Minuten vor Cabanaconde an der Zufahrtsstraße zu unserem Quartier abgesetzt.


Für zwei Nächte haben wir uns in der La Granja del Colca, eingebucht, einem Rückzugsort voller Ruhe, mit Blick auf grüne Terrassen und tiefe Täler, direkt oben am Canyonrand.
Morgens, im goldenen Licht, kreisten die majestätischen Andenkondore direkt über unseren Köpfen – ein Gänsehautmoment!
Mit verschiedenen Bussen von Native Express ging es über Chivay gut 6 Stunden weiter nach Puno.
Puno & Titicakasee – Leben auf den schwimmenden Inseln
Auf 3.800 Metern erwartete uns ein ganz anderes Peru: der tiefblaue Titicacasee und die schwimmenden Schilfinseln der Uros.

Eine Nacht haben wir in der Innenstadt von Puno übernachtet, dann ging es mit dem Taxi zum Hafen der Uros. Mit dem Boot unseres Gastgebers ging es zu den Schilfinseln im Titicacsee.


Bei einem 2-tägigen Home-Stay in der Uros Samarana Uta Lodge erlebten wir authentisches Alltagsleben der Uros, herzliche Gastfreundschaft und einen unvergesslichen Sternenhimmel über dem See.
Mit dem Luxuszug nach Cusco – Eine Reise wie aus der Zeit gefallen
Von Puno nach Cusco fuhren wir mit dem PeruRail Titicaca Train – einem rollenden Fünf-Sterne-Erlebnis. Silberbesteck, feine Menüs, Panoramafenster und Live-Musik machten die Fahrt zu einem weiteren Höhepunkt der Reise.


Einen detaillierten Beitrag mit vielen Fotos zu diesem besonderen Zug-Abenteuer findest du hier:
Cusco – Unerwartete Wendungen auf dem Weg nach Machu Picchu
Wir genießen eine Nacht in Cusco im wunderschönen Ambiente des Nino Boutique Hotels, bevor es früh morgens schon losgeht. Ohne Frühstück fahren wir mit dem Taxi zum Bahnhof San Pedro, voller Vorfreude auf die Zugfahrt nach Machu Picchu. Doch dort erwartet uns die Überraschung: Proteste haben die Gleise blockiert – Baumstämme und Felsbrocken stoppen den Zugverkehr. Ein Schock! Was jetzt?


Nach kurzem Überlegen entscheiden wir, die Reise flexibel neu zu planen und buchen über Booking.com die charmante Apu Lodge mit Garten in Ollantaytambo. So sind wir nicht nur sicher untergebracht, sondern rücken unserem Ziel, Machu Picchu, einen Schritt näher.
Warten in Ollantaytambo
In Ollantaytambo spazierten wir durch kopfsteingepflasterte Gassen, Während die Proteste hoffentlich enden, genießen wir die Gelegenheit, die schöne Inkastadt auf 2.790 m in aller Ruhe zu erkunden.



Auch zu dieser Inka-Stadt gibt es einen weiteren Beitrag mit unseren Restaurant-Tipps in Ollantaytambo und was es hier zu entdecken gibt.
Das Heilige Tal – Kultur, Landschaft und die Schätze der Inka
Das Heilige Tal der Inka begeistert mit seiner atemberaubenden Landschaft, fruchtbaren Tälern und jahrhundertealten Traditionen. Schon zur Zeit der Inkas war es das bevorzugte Wohngebiet des Adels, wie zahlreiche Paläste, Terrassen und Siedlungen bezeugen.


Wenige Kilometer weiter liegen die Salinas von Maras – die kunstvoll angelegten Salzterrassen sind seit Jahrhunderten in Betrieb und zeigen, wie geschickt die Inkas natürliche Ressourcen nutzten. Die Kombination aus fruchtbarem Talboden, imposanter Andenkulisse und kulturellem Reichtum macht das Heilige Tal zu einem unvergesslichen Erlebnis, das Natur und Geschichte auf einzigartige Weise verbindet.
Besonders lohnenswert ist auch ein Ausflug zu den Inka-Ruinen von Pisac. Hoch über dem Tal gelegen, bieten sie nicht nur atemberaubende Ausblicke, sondern auch einen faszinierenden Einblick in die Baukunst der Inka.

Inkaterra Hacienda Urubamba – Luxus mitten im Heiligen Tal
Mitten im Heiligen Tal liegt die Inkaterra Hacienda Urubamba, ein Rückzugsort auf 2.870 m voller Ruhe, Komfort und authentischem peruanischem Flair. Die Hacienda besticht durch weitläufige Gärten, traditionelle Architektur und stilvolle Zimmer, die modernen Komfort mit ländlichem Charme verbinden. Hier lässt sich der hektische Alltag perfekt hinter sich lassen: Morgens erwacht man zu Vogelgezwitscher zwischen Andenbergen, tagsüber laden geführte Aktivitäten zum Eintauchen in die Inka-Zeit ein.


Gleichzeitig ist die Hacienda ideal gelegen, um das Heilige Tal in Ruhe zu erkunden. Für uns ging es mit dem Taxi zum nächsten Highlight: Pisac, berühmt für seine lebhaften Märkte und die beeindruckenden Ruinen hoch über dem Ort, die einst strategische und religiöse Funktionen hatten.
Mehr zu unserem Aufenthalt im Inkaterra Hazienda Urubamba und unseren Aktivitäten im Heiligen Tal daher in einem weiteren Beitrag
Machu Picchu – Der Moment, der alles übertrifft
Die Zugfahrt nach Aguas Calientes (2.040 m) ist schon ein Erlebnis – aber der erste Blick auf Machu Picchu, nach all den Unwägbarkeiten unbeschreiblich. Mystisch, majestätisch, magisch.


Aguas Calientes, auch Machu Picchu Pueblo genannt, ist in erster Linie ein quirliger Zwischenstopp für Reisende, die zu den berühmten Ruinen wollen. Hierher führt keine Strasse, der Ort unterhalb von Machu Picchu ist nur mit dem Zug erreichbar oder zu Fuß, z.B. über den Inka-Trail oder den Salkantay-Trek.
Das „Dorf“ besteht hauptsächlich aus dem Bahnhof, den umliegenden Hotels, kleinen Restaurants und den Marktständen– und ja, oft auch aus einer sehr langen, geduldigen Warteschlange für den Bus hoch nach Machu Picchu.



Anschließend genossen wir im Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel den Regenwaldgarten und exquisite peruanische Küche. Mehr in einem ausführlichen Beitrag.


Machu Picchu – Entdeckungsgeschichte und Faszination
Die legendäre Inka-Stadt Machu Picchu liegt eingebettet zwischen steilen, grünen Andenbergen und vom Nebelwald umhüllt auf 2.430 m – ein Ort, der fast magisch wirkt. Die Ruinen stammen aus dem 15. Jahrhundert und zählen zu den beeindruckendsten archäologischen Stätten der Welt.

Die Geschichte von Machu Picchu ist so faszinierend wie die Ruinen selbst.
Zwar gilt Hiram Bingham als der „Entdecker“ für die westliche Welt, als er 1911 die Stadt der Inka bekannt machte – doch lange vorher war Machu Picchu bereits den Einheimischen bekannt. Spannend ist auch, dass bereits 1867 der Deutsche Augusto Berns die Ruinen fand, erste Schätze entnahm und die peruanische Regierung darüber informierte. Berns kehrte nie zurück, vermutlich wegen des Salpeterkrieges zwischen Peru und Chile.

Machu Picchu diente wahrscheinlich als königlicher Rückzugsort, religiöses Zentrum und Beobachtungsposten. Die präzise Architektur, die Terrassenwirtschaft und das ausgeklügelte Wassersystem zeugen von der beeindruckenden Ingenieurskunst der Inka.
Heute gehört die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht Besucher aus aller Welt in ihren Bann – ein Ort, an dem Geschichte, Natur und Mystik auf einzigartige Weise verschmelzen.


Die Eintrittskarten unbedingt vorab online auf der offiziellen Seite buchen und dann den Rest planen, wie Zugtickets und Hotel. Route 2A führt durch die Hauptattraktionen der Ruinen, darunter der Tempel der Drei Fenster, der Sonnen-Tempel und die berühmten Terrassenanlagen. Man sieht das „klassische“ Machu Picchu in optimaler Reihenfolge. Der Eintritt kostet 152 Soles, ca. 39 Euro. Empfehlen würde ich dir auch einen Guide zu buchen. In der Warteschlange für den Bus wirst du von vielen Guides angesprochen
Cusco – Das Herz der Inka und Tor zu Machu Picchu
Cusco, die ehemalige Hauptstadt des Inka-Reiches, verzaubert mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur und Lebensfreude. Zwischen kolonialen Fassaden und alten Inka-Mauern spürt man hier die Magie vergangener Zeiten auf Schritt und Tritt. Beim Bummel durch die kopfsteingepflasterten Gassen rund um die Plaza de Armas und das höher gelegene Künstlerviertel San Blas laden kleine Cafés, bunte Märkte und Kunsthandwerksläden zum Verweilen ein.

Cusco liegt auf etwa 3.400 Metern über dem Meeresspiegel. Die Stadt liegt damit deutlich höher als viele andere Andenorte – was sie spektakulär macht, aber auch bedeutet, dass man sich ein bis zwei Tage Zeit zur Akklimatisierung nehmen sollte, vor allem wenn man direkt aus Lima mit dem Flugzeug dort landet, unterschätzen das viele.



Unsere Restauranttipps zu Cusco stelle ich demnächst in einem weiteren Beitrag zusammen.
Amazonas-Abenteuer in der Inkaterra Reserva Amazónica
Von Cusco fliegen wir mit LATAM Airline nach Puerto Maldonado – und tauchen in eine ganz andere Welt ein.


Das Inkaterra Reserva Amazonica liegt mitten im Regenwald, direkt am Madre de Dios-Fluss. Morgendliche Bootsfahrten, Vogelrufe, Schmetterlinge, Dschungelpfade – ein unvergesslicher Kontrast zur Andenwelt. Zum Inkaterra Reserva Amazonica gibt es hier einen ausführlichen Beitrag.
Finale in Lima – Genuss auf Weltniveau im Kjolle
Zurück in Lima feierten wir den Abschluss dieser Reise mit einem kulinarischen Höhepunkt: einem Menü im Kjolle, von PIA LEÓN, dem aktuell neuntbesten Restaurant der Welt.



Jeder Gang war ein Kunstwerk – eine Hommage an die Vielfalt Perus.
Ein würdiger Schlusspunkt für eine Reise voller Höhepunkte, die uns in Erinnerungen bleiben wird.

Fazit:
Peru ist ein Land der Kontraste – und der großen Gefühle. Zwischen Wüste, Anden, Urwald und Pazifik erlebten wir Genuss, Gastfreundschaft und Natur in ihrer schönsten Form.
Eine Reise, die bleibt.
Habt ihr Fragen zu unserer Route oder wollt Tipps für eure eigene Genussreise durch Peru?
Schreibt uns gern in den Kommentaren!
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